Archiv der Kategorie: Medienkritik

WDR: Programmbeschwerde zum Gender Pay Gap erfolglos

Der WDR hat über meine Programmbeschwerde zum Thema Gender Pay Gap entschieden. Der WDR-Rundfunkrat kam bei 52 anwesenden Mitgliedern einstimmig bei zwei Enthaltungen zu dem Beschluss, dass in dem kritisierten Beitrag “#kurzerklärt Gender Pay Gap” vom 17. März 2017 nicht gegen den Programmgrundsatz der Sachlichkeit verstoßen wurde. Begründung: Fehlanzeige. Man hat nicht einmal versucht, auf meine sachlichen Einwände einzugehen.

Der WDR-Rundfunkrat hat somit ein weiteres Mal bewiesen, dass die Aufsichtsgremien der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten völlig versagen. Was ist aber ein “unabhängiger” ÖR wert, wenn die Gremien, die die sachliche und neutrale Berichterstattung sicherstellen sollen, selbst nicht unabhängig und neutral sind?

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Rundfunkrat des SWR: Falsche Behauptung ist innere Wahrheit

Endlich hat der SWR-Rundfunkrat über meine Programmbeschwerde zum Fall Jack Johnson entschieden. Meine Beschwerde wurde zurückgewiesen.

Die Begründung ist kurios: Ob die Aussagen von der Pfarrerin objektiv richtig seien, spiele keine Rolle, da es sich um eine Verkündigungssendung handele, bei der es nicht um abprüfbare, sondern um “innere Wahrheiten” und die “persönliche Haltung” der Verkündiger gehe.

Ich berichtete erstmals über meine Beschwerde am 17. Juli 2017 und dann am 11. August 2017 über die erste Stellungnahme vom SWR.

In dem von mir kritisierten Radio-Beitrag der evangelischen Pfarrerin Ilka Sobottke ging es um den Fall Jack Johnson: Er hatte als schwarzer junger Mann in den USA einen weißen Polizisten erschossen und musste dafür Jahrzehnte ins Gefängnis. Die Pfarrerin dichtete in ihrem Beitrag (zur Sicherheit nochmal als Archiv-Link) die Falschinformation hinzu, dass sich damals “irgendwie” ein Schuss gelöst hätte. Meine Recherchen weisen indes darauf hin, dass es nicht einmal Jack Johnson selbst jemals so dargestellt hat. Frau Sobottkes Beitrag baute jedoch wesentlich auf diese Falschinformation auf, um Mitleid mit dem vermeintlich zu Unrecht verurteilten Jack Johnson und den Schwarzen im Allgemeinen zu wecken. Über das Leid des erschossenen Polizisten und seiner Hinterbliebenen – unter anderem sein damals 7jähriger Sohn – verlor die Vertreterin der evangelischen Kirche hingegen kein Wort.

[Mit Nachtrag.]

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ZEIT, FAZ und die angebliche Gewalt gegen Flüchtlinge

In den letzten Tagen macht mal wieder die Meldung von angeblich gestiegener flüchtlingsfeindlicher Gewalt die Runde. Ich habe mir die Datengrundlage einmal genau angesehen. Fazit: Bei der Mehrheit der angeblichen Übergriffe auf Flüchtlinge handelt es sich in Wahrheit um Meinungsverbrechen.

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Linke Doppelmoral: “Gute” und “böse” Einzelfall-Karten

Gerade ist in der ZEIT der Artikel “Gegen das Wegsehen” von Alexander Krex erschienen. Es geht um eine Karte von Los Angeles, auf der die Todes-Opfer von alltäglicher Gewalt dargestellt sind. Die Getöteten sind überwiegend Schwarze und Latinos, und die Ursache der vielen Morde wird unter anderem in den liberalen Waffengesetzen der USA gesehen. Es passt also auf den ersten Blick alles perfekt ins linke Narrativ. Über das Projekt wird daher wohlwollend berichtet.

Systematisch verschwiegen wird jedoch, dass auch die übergroße Mehrheit der Täter Schwarze und Latinos sind. Diese Information passt nicht mehr in die linksliberale Weltanschauung und wird daher unter den Teppich gekehrt. Darauf aufmerksam zu machen gilt als “Stimmungsmache”, als Schüren von Vorurteilen gegen Minderheiten. Einzelfall-Sammlungen zu Ausländerkriminalität werden daher auf das Schärfste kritisiert, auch und besonders in Deutschland.

Das ist jedoch nichts weiter als ein Beweis für die Doppelmoral und den tief sitzenden Auto-Rassismus dieser Journalisten.

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