Rückblick auf PEGIDA Frankfurt, 2015 – Das wahre Gesicht der Zivilgesellschaft

Anfang 2015 nahm ich an mehreren PEGIDA-Demonstrationen in Frankfurt teil. Ich möchte an dieser Stelle von meinen Erlebnissen berichten.

Die Ignoranz der Zivilgesellschaft gegenüber der massiven Gewalt seitens der “Gegendemonstranten” macht mich nämlich bis heute fassungslos. Der Faschismus ist wohl tatsächlich breit in der Mitte der Gesellschaft verankert. Nur in einem Punkt täuschen sich die selbsternannten “Anständigen”: Denn sie sind in Wahrheit selbst verkappte Faschisten – und sollten deshalb nicht mit den Fingern immer nur auf andere zeigen.

Bei der ersten PEGIDA-Demo in Frankfurt war ich nicht dabei. Ich hatte erst im Nachhinein Wind davon bekommen. Ab der zweiten oder dritten Demonstration nahm ich dann fast jede Woche an den Demos teil. Das war Anfang 2015.

Über die erste PEGIDA-Demo wurde übrigens im hr berichtet. Man bekommt sogar live einen von den Böllern mit, bei dem sich sogar die Journalistin ordentlich mit einem “Oh mein Gott!” erschreckt, wobei sie den Vorfall danach aber gleich als “Die Stimmung ist hier ganz schön am Kochen” verharmlost (siehe YouTube-Video). Der Abstand zwischen PEGIDA-Anhängern und -Gegnern beträgt, wie man in dem Video sieht, nur wenige Meter. Daran hat sich übrigens bei den späteren Demos nicht viel geändert, der Abstand wurde nur wenig vergrößert. Neben dem Böller seien laut hr auch Eier und Farbbeutel geflogen. Die Reporterin Sarah Dippel rechnet die Gegendemonstranten von der nicht angemeldeten (!) Gegendemonstration “linksorientierten Strömungen” zu und nennt konkret die Antifa Frankfurt.

Nun zu meinen eigenen Erfahrungen. Ich war wie gesagt erst ab dem zweiten oder dritten Mal dabei. An die Anreise und Abreise kann ich mich besonders gut erinnern, weil sie mit erheblicher Angst verbunden war. Um den Versammlungsort scharten sich stets hunderte “Gegendemonstranten”, von denen man viele klar dem linksextremen Spektrum zurechnen konnte. Es war ein massives Polizeiaufgebot vor Ort. Da ich allein anreiste, musste ich besonders aufpassen, wen ich nach dem Weg zur PEGIDA-Demo fragte. Beim ersten Mal ging ich erst eine Weile umher, bis ich mich entschied, etwas abseits eine Gruppe von Polizisten zu fragen, wie ich denn zur PEGIDA-Demo gelangen kann. Es war schließlich alles abgesperrt und überall lauerten die Vertreter der sogenannten “Toleranz” und “Weltoffenheit”. Schon der Weg zum eigentlich Ort der Kundgebung war also eine echte Odyssee, und nicht gerade ungefährlich.

Man schickte mich auf einen Umweg um die vielen Absperrungen herum. Irgendwo hinter dem nächsten Block sollte der Zugang zur PEGIDA-Demo sein. Auf dem Weg dorthin wurde ich zunächst noch einmal von einer Polizei-Kette aufgehalten. Ich gab mich als PEGIDA-Demonstrant zu erkennen und fragte, ob es hier zur PEGIDA-Demo gehe. Nachdem der Gruppenführer (heißt das so?) der Kette Rücksprache hielt, wurde ich durchgelassen, wobei mich einer der Polizisten fast nicht durchgelassen hätte, weil er das “OK” von seinem Gruppenführer wohl überhört hatte.

Hinter dieser Polizeikette traf ich auf zwei Frauen in Zivil, die offenbar auch zur PEGIDA-Demo wollten. (Bei den ganzen Hundertschaften der Polizei war dort jeder Mensch in Zivil eine Ausnahmeerscheinung.) Ab diesem Moment war ich gottseidank nicht mehr allein und wir konnten gemeinsam weiter die Odyssee in Richtung Demo angehen. Wir tauschten uns über die massive Gefahr seitens der Gegendemonstranten aus, und dass wir froh waren, es überhaupt soweit und unverletzt geschafft zu haben. Keiner von uns machte sich Illusionen über die Absichten der “friedlichen” Gegendemonstranten. Es hatte schließlich auch schon körperliche Angriffe auf PEGIDA-Anhänger in anderen Städten gegeben.

Eine weitere Polizeiabsperrung später kamen wir dann endlich bei der PEGIDA-Demo an. Es war ein kleines Häufchen von Bürgern aller Couleur, und insgesamt wirkten die Leute ziemlich durchschnittlich. Ein echter Querschnitt aus der Bevölkerung, wie es immer heißt. Es waren junge und alte dort, und sie sahen fast alle bürgerlich aus. Rein optisch kamen sie tatsächlich aus der Mitte der Gesellschaft. Und mit ihren Botschaften/Plakaten konnte ich mich auch gut identifizieren (siehe Fotos). Ich hatte das Gefühl, bei den richtigen Leuten angekommen zu sein.

Wir waren hinter etlichen Polizeiabsperrungen eingepfercht. Hinter den Absperrungen standen unzählige Polizisten in schwerer Schutzausrüstung. An diesem Abend, wie auch an jedem anderen Abend, wurden fast im Minutentakt Eier auf uns geworfen. Die meisten schafften es nicht bis zu uns, sondern zerplatzten einige Meter vor uns auf dem Boden; nur der Inhalt schlitterte weiter und dotzte ab und zu gegen unsere Füße. Trotzdem gewöhnte ich mir an, ein sehr wachsames Auge auf die “Gegendemonstranten” zu haben, denn einige Male flogen die Eier etwas weiter und trafen uns. Ein oder zwei Eier konnte ich nur abwehren, indem ich im letzten Moment zur Seite sprang, oder mein Bein wegzog.

PEGIDA Frankfurt, Absperrungen

Die heitere “Nazi-Safari” – Entmenschlichung getarnt als Satire

Bei Eiern blieb es jedoch nicht. Es wurde auch Tierfutter auf uns geworfen. Diese Aktion war wohl inspiriert von Anhängern der Satire-Partei “DIE PARTEI”, die bei der Gegenkundgebung mitmachten und die das Spektakel als “Nazi-Safari” bezeichneten. Ein eindrucksvolles Video von dieser Aktion und dem geistigen Zustand der Verantwortlichen kann man sich hier auf YouTube ansehen. Das Video, welches auf den 10.02.2015 datiert ist, wurde von Nico Wehnemann hochgeladen, Vorsitzender bei Die PARTEI Frankfurt (West) und Stadtverordneter in FFM. Den Namen und das Gesicht sollte man sich gut merken. In der Video-Beschreibung gibt er folgendes zum Besten:

“Die PARTEI lud am Montag, dem 09. Februar 2015 zur ersten Frankfurter Nazi-Safari mit Nazi-Freigehege auf die Hauptwache ein. In diesem Freigehege wurde es den PEGIDA-Tierchen um Heidi Mund ermöglicht, sich nach Herzenslust zu paaren, zu pöbeln und sich sonst wie auszuleben und zur Schau zu stellen.
1500 Besucher zählte Die PARTEI zu dieser Eröffnungsfeier mit Volksfestcharakter. Mehr als 200 Liter heißen Apfelwein und mehr als 50 Kg Streichelzootierfutter wechselten den Besitzer.

Erleben Sie ab jetzt jede Woche die einmalige Nazi-Safari im Herzen Frankfurts. Präsentiert von Ihrer Die PARTEI.”

Im Video selbst wird dann noch von “Nazi-Manege” und “Nazi-Käfig” gesprochen. Außerdem wird “Streichelzoo-Tierfutter” zum Mitnehmen angeboten. Nico Wehnemann zeigt dann noch persönlich den aufgebauten Stand und die 6000W-Anlage. Man erwarte “40 Nazis” und wolle eben eine Nazi-Safari veranstalten. Man biete auch Führungen innerhalb des “Nazi-Geheges” an.

Der ganze Gag zielte auf die Tatsache ab, dass wir schließlich tatsächlich nur ein mickriges Häufchen von PEGIDA-Anhängern waren, die sich hinter Absperrungen wie im Zoo gewissermaßen zusammenkauerten, während die Menge ringsherum grölte und sich einen riesen Spaß daraus machte. Eben fast wie im Zoo. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass wir eben keine Tiere sind, sondern Menschen. Menschen mit einer Lebensgeschichte, einer Lebenserfahrung, und mit Gefühlen und so.

Als PEGIDA-Teilnehmer fand ich das daher von Anfang an geschmacklos, widerwärtig und menschenverachtend, und fühlte mich verspottet und verhöhnt angesichts der massiven verbalen und körperlichen Gewalt der Gegenseite, flankiert von dieser unreflektierten Satire-Aktion. Aus der Menge wurden laufend Eier und Tierfutter auf uns geworfen, vereinzelt auch Kartoffeln und Böller, und die Menge schien gar nicht zu begreifen, was sie da eigentlich tat. Ich sah hinter den Absperrungen etliche junge Leute, die das Ganze offenbar wirklich nur als eine lustige Show ansahen. Die sahen uns gar nicht als vollwertige Menschen an. Wir waren das kleine Häufchen an “Nazi-Tierchen”, die öffentlich im Nazi-Gehege an den Pranger gestellt und unter dem Gejohle der übergroßen Masse mit Dreck beworfen wurden. Da konnte man mal so richtig die Sau raus lassen und dem Hass auf “die Nazis” freien Lauf lassen. Wen man da eigentlich wirklich hasste und warum, war nicht so wichtig. Hauptsache man macht mit, hat Spaß und fühlt sich gut.

Wir waren in deren Augen nunmal nur der intolerante und menschenfeindliche Fremdkörper in dieser achso toleranten, weltoffenen und aufgeklärten Stadt. Da nahm man es mit der Versammlungsfreiheit und anderen Grundrechten, wie z.B. das Recht auf körperliche Unversehrtheit, nicht so ernst.

Mir soll auch bloß keiner von denen erzählen, er wäre unschuldig, denn er selbst hätte ja persönlich nichts geworfen. Indem man den Straftätern Deckung gibt, macht man sich für mich hinreichend mitverantwortlich. Umgekehrt würde ich übrigens auch niemals an einer Kundgebung teilnehmen, von der eine solche Gewalt auf Andersdenkende ausgeht, noch dazu bei dieser zahlenmäßigen Überlegenheit. Wenn aus einer deutlich größeren Gruppe von 500-1000 Personen heraus regelmäßig eine kleine Gruppe von eingepferchten Andersdenkenden beworfen und angegriffen wird, dann läuft man als Demokrat nicht bei den Gewalttätern mit, sondern man geht einfach weg, idealerweise solidarisiert man sich sogar aus Anstand mit den Opfern der Gewalt.

Aber auch der Polizei muss ich einen Vorwurf machen. Man hätte den Abstand zwischen den Gruppen deutlich vergrößern müssen. Es kann nicht angehen, dass bei jeder einzelnen Demo ständig Wurfgeschosse auf uns niederprasselten. Solche gewalttätigen “Gegendemonstrationen” gehören eigentlich nach 2-3 Vorwarnungen konsequent aufgelöst. Das hat die Polizei sich aber vermutlich aus politischen Gründen nicht getraut.

Spott und Häme über das kleine Häufchen Elend

Etwas, das mir bis heute die Zornesröte ins Gesicht treibt, sind die Reaktionen der sogenannten Zivilgesellschaft von damals auf unsere kleine Zahl. Anstatt sich über die massive Gewalt gegen uns kleinen und wehrlosen Haufen zu empören (Minderheitenschutz?!), machte man sich mehr oder weniger offen lustig über die Zahlenverhältnisse: Hier sozusagen ein paar Dutzend Nazi-Versager auf PEGIDA-Seite, und auf der anderen Seite zigtausende Gegendemonstranten.

Nicht bedacht wurde wohl die Tatsache, dass sich unter diesen Umständen so gut wie kein Schwein auf eine solche Demo trauen würde. Man muss aus einem ziemlich seltenen Holz geschnitzt sein, um dieser massiven Gewalt und diesem Hass trotzen zu können. Man muss verdammt mutig sein.

Die Freude über die geringe Zahl der PEGIDA-Demonstranten erscheint mir daher ziemlich schäbig. Man scheint völlig blind dafür zu sein, dass die geringe Anzahl von PEGIDA-Demonstranten wohl auch der massiven Einschüchterung zu verdanken ist. Einschüchterung ist eigentlich schon eine Verharmlosung, denn es wurde ja tatsächlich nicht nur gedroht, sondern Gewalt ausgeübt, die viele von uns am eigenen Leib zu spüren bekommen haben.

Und dass man das Werfen von Farbbeuteln, Eiern und Böllern seitens des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als “kochende Stimmung” verharmlost, deutet ja schon daraufhin, welche Doppelmoral in deren Köpfen wuchert. Wären das Ausländer gewesen, oder Linke, auf die die Wurfgeschosse geschmissen wurden, dann wäre das wochenlang ein Thema in der überregionalen Berichterstattung gewesen. Da es uns angebliche “Nazis” getroffen hat, lachte man sich jedoch heimlich ins Fäustchen und dachte wohl, die sind ja selbst schuld und haben es verdient.

An- und Abreise nur unter massivem Polizeischutz

Die Abreise gestaltete sich als noch viel gefährlicher als die Anreise. Schließlich konnte man auf dem Rückweg viel eher erkannt werden, jetzt, da man öffentlich als PEGIDA-Teilnehmer aufgetreten war. Der Weg Richtung U-Bahn musste von der Polizei mit einem massiven Aufgebot freigeräumt und geschützt werden. Beidseitig musste uns eine Polizeikette schützen, die ständig in schwere Auseinandersetzungen mit den “Gegendemonstranten” verwickelt war. Die ließen keine Zweifel daran, dass sie uns “Nazis” ans Leder wollten. Ich sah auf dem Weg in die unteren Etagen viele hasserfüllte und wutentbrannte Gesichter, die uns unter völligem Kontrollverlust mit wüsten und haltlosen Beschimpfungen bedachten. Wutbürger gibt es also auch bei den linken. Und was für welche.

Wer sich einen groben Eindruck davon machen will, wie es in der U-Bahn ausgesehen hat, wenn wir PEGIDA-Demonstranten geschützt werden mussten (und nicht umgekehrt), dem lege ich diese Videos ans Herz:

  • https://www.youtube.com/watch?v=WPBr8zRzKPM
  • https://www.youtube.com/watch?v=-PdLKMOQn9U

Man sieht “Gegendemonstranten”, die offensichtlich nur ein sachliches Gespräch suchen (haha) und mitten in dem riesigen Polizeiaufgebot ein paar ganz normale Bürger, die sich fragen, womit sie diesen ganzen Hass eigentlich verdient haben. Ringsherum sieht man den selbsternannten antifaschistischen Pöbel, der genau die faschistischen Prügel- und Niederbrüll-Methoden anwendet, die er gleichzeitig vorgibt, damit zu bekämpfen. Die Gehirne dieser Antifaschisten müssen doch angesichts dieser Paradoxie erbarmungswürdig degeneriert sein.

Der finale Spaziergang: Böller, Flaschen und Steine

Ich wäre froh, wenn es bei den Eiern und dem Tierfutter geblieben wäre. Leider steigerte sich der Hass der Gegendemonstranten. Das reichte von einem Laserpointer, mit dem unsere Organisatorin Heidi Mund einmal mehrfach während ihrer Rede geblendet wurde, bis hin zu Flaschen und Steinen.

Die Flaschen und Steine flogen bei unserer letzten Demo in Frankfurt, bei der wir endlich einen “Spaziergang” wagten. Bei dieser Demo war Michael Stürzenberger anwesend und hielt eine für meinen Geschmack relativ scharfe Rede gegen den Islam. Wir standen, wie schon mehrfach zuvor, vor der Frage, ob wir nicht mal einen Spaziergang durch die Frankfurter Innenstadt wagen wollten, anstatt nur diese stationäre Kundgebung abzuhalten. Ich glaube, es ist wesentlich Stürzenbergers Anwesenheit und Motivationskunst zu verdanken, dass wir letztlich trotz erneuter massiver Warnungen seitens der Polizei vor “mindestens 100 gewaltbereiten” Elementen bei unseren Gegnern das Experiment wagten.

Bevor es losging, verließ uns etwa ein Drittel der Teilnehmer vorzeitig, darunter verängstigte Frauen, aber auch ein Vater mit seinem Sohn, der uns zu verstehen gab, dass ihm die Gefahr zu groß wäre, vor allem für sein Kind.

Die Polizei riet uns nochmals eindringlich davon ab, weil eine enorme Gefahr für Leib und Leben bestehe. Somit ist es amtlich: In der “toleranten” und “weltoffenen” Stadt kann man also keine Demonstration durch die Straßen ziehen lassen, wenn man unliebsame Meinungen vertritt, ohne dabei eine enorme Gefahr für Leib und Leben zu akzeptieren. Der leitende Polizist sagte, falls wir uns trotzdem für den Spaziergang entscheiden, werde man alles versuchen, um uns zu schützen, aber die Sicherheit der Teilnehmer könne nunmal nicht garantiert werden.

Schließlich startete der Spaziergang mit etwa 50 verbliebenen Leuten, darunter war auch ich, sogar ganz vorne hinter dem PEGIDA-Banner. Ein oder zwei Mal ging es um die Ecke und dann trafen wir auf offener Straße auf die Gegendemonstranten. Die waren unglaublich zornig, dass wir es trotz ihrer großen Präsenz wagten, einen “Spaziergang” durchzuführen. Rückblickend müsste man es eigentlich als Spießrutenlauf bezeichnen. Mir und den anderen war auch ganz mulmig dabei. Wir ahnten, dass auf uns eine neue Dimension der Gewalt zukommt. Es war ein “Spießrutenlauf” mit ungewissem Ausgang. Es lag eine eigenartige Stimmung in der Luft.

Ein Video des Spaziergangs kann man sich übrigens hier auf YouTube ab etwa 4:50 ansehen. Ich empfehle auch ein kurzes anderes Video, auf dem man das blanke Chaos auf den Straßen sieht.

Auf die Straße kamen wir im eigentliche Sinne nicht. Dafür rannten zu viele “Gegendemonstranten” herum. Die Polizei und wir gingen stattdessen auf dem Bürgersteig. Zur Straße hin liefen mehrere Reihen Polizisten dicht hintereinander mit Schutzschilden, um uns von den “Gegendemonstranten” und ihren Wurfgeschossen abzuschirmen. Die äußersten Reihen der Polizei waren ständig mit einzelnen Gegendemonstranten in Schubsereien oder Festnahmen verwickelt. Von da an war es das absolute Chaos. Sie taten ihr bestes, diese Hooligans der Zivilgesellschaft irgendwie auf Abstand zu halten, aber sie waren eben auch völlig überfordert. Es war eine regelrechte Straßenschlacht. Unter anderem wurden Fahrräder auf die Polizisten geworfen.

An manchen besonders chaotischen Stellen wurden die Reihen der Polizisten dann auch etwas lichter, und vereinzelte Gegendemonstranten kamen bis auf wenige Meter an uns heran. Sie pöbelten uns aufs übelste an, mit ihren hassverzerrten Fratzen. Es war geradezu surreal. Ich fragte mich, was die Menschen dazu antrieb, sich so irrational zu verhalten und sich dabei noch gut zu fühlen. Was dachten die denn, was wir für eine Teufelsbrut sind?

Es dauerte nicht lange, da wurde ich an einer Engstelle abgedrängt und musste meine Position direkt hinter dem Banner aufgeben. Die übernahm danach jemand anderes. Das war vielleicht mein Glück, denn eine tapfere Mitdemonstrantin, die ebenfalls in der ersten Reihe hinter dem Banner lief, wurde später von einem Stein am Kopf getroffen. Wäre ich nicht abgedrängt worden, hätte der Stein mich treffen können, und ob so etwas glimpflich ausgeht oder ernste Folgen hat, hängt vom Glück ab.

Andererseits flogen mir auch so genügend Wurfgeschosse um die Ohren. In einer großen Geschwindigkeit zischten mehrfach Flaschen und andere Wurfgeschosse, die ich im Vorbeifliegen nicht genauer erkennen konnte, an meinem Kopf vorbei. Die Flaschen erkannte man immerhin im Nachhinein zuverlässig daran, dass sie beim Aufprall wüst zersplitterten und dabei den unverwechselbaren Klang von zerberstendem Glas von sich gaben.

Wo war ich hier nur hineingeraten? Bei der Engstelle bekam ich übrigens auch eine Ladung Bier von unseren Gegnern ab. Das bekam ich voll in meine Haare, und versuchte es so gut es geht mit einem Taschentuch aufzusaugen. Ein Mitdemonstrant hatte auch etwas abgekriegt, und wurde ziemlich zornig angesichts dieser ständigen Gewalt, der wir ausgesetzt waren. Das Bier schien ihn fast noch mehr zu stören als die anderen Dinge, die uns um die Ohren flogen. Ich musste ihn beruhigen, damit er nichts dummes tut, und dann schritten wir weiter voran.

Dann kam es zu einer Blockade. Die weltoffenen und toleranten Kräfte hatten es geschafft, uns den Weg abzuschneiden. Nach einigen Minuten waren wir schon kurz davor, mit dem ganzen Tross umzukehren, aber da gerieten plötzlich die Blockierer mit der Polizei aneinander und die Polizisten räumten uns den Weg frei. Es wurden Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt. Aus meiner Sicht stellte es sich so dar, dass die Blockierer ständig die Polizei schubsten und bedrängten, weil sie uns unbedingt ans Leder wollten. Aber genauer kann ich das nicht beurteilen, weil ich zu weit hinten stand.

Jedenfalls konnten wir so doch noch weiter ziehen, wenn auch nur weiter auf dem Bürgersteig. Die Überreste des Pfeffersprays in der Luft genügten, um mir einen mehrere Minuten lang anhaltenden latenten Hustenreiz zu bescheren. Ich musste immer wieder husten. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie fies dieses Teufelszeug ist, wenn man es in einer höheren Dosis abbekommt.

Kurz nach der Auflösung der Blockade muss das folgende epische Foto entstanden sein. Ich bin darauf übrigens auch zu sehen, und reichlich stolz darauf.

9. März 2015

Gegen Ende unseres Spaziergangs kamen wir bei einer anderen U-Bahn-Station an. Am Eingang zur U-Bahn lauerten ringsherum schon die Gegendemonstranten und bewarfen und bespuckten uns einige Male, während wir auf den Treppen nach unten gingen. Viele der Polizisten mit Schutzschildern gingen direkt neben uns die Treppe herunter und hielten ihre Schilde dabei nach oben, um sich und uns vor dem “Regen” zu schützen. Auf dem Weg zu den Gleisen kamen wir noch einige Mal an vereinzelten “Gegendemonstranten” vorbei. Manchmal waren die Reihen der Polizisten so dünn, dass man quasi fast bis auf Schlagreichweite an dieses Gesocks herankam. Das war nicht wirklich angenehm, aber da wir da unten ausnahmsweise in der Mehrzahl waren, trauten sich die Feiglinge nicht, uns auf die Pelle zu rücken.

Auf die Sprechchöre “Nazis raus” riefen wir einfach dasselbe zurück: “Nazis raus!” Schließlich konnten wir uns inhaltlich voll damit identifizieren. Wir sahen die Nazis eben lediglich auf der anderen Seite. Das war der Unterschied.

In der U-Bahn wurde es dann ziemlich eng. Denn die Polizisten stiegen zu dutzenden mit ein, in ihrer vollen Kampfausrüstung, um unsere Sicherheit zu gewährleisten. Meine Mitdemonstranten unterhielten sich dann noch über das erlebte, und es wurde ein großer Stein herumgezeigt, der auf uns geworfen worden war und den ein Anhänger eingesteckt hatte.

Das Schweigen im Walde

Nach dieser Demo hoffte ich darauf, dass die Medien endlich ihre Haltung zu uns ändern würden. Ich hoffte, dass wir mit unserem, ja, todesmutigen Spaziergang, genug Gewalt provoziert und sichtbar gemacht hatten. Es war nun so klar geworden, von wem die Gewalt ausging und wie groß das Ausmaß der Gewalt war, dass ich auf eine überregionale objektive Berichterstattung über und eine Verurteilung von der Gewalt hoffte.

Ich hoffte, dass die Zivilgesellschaft endlich mal sagen würde, dass es jetzt reicht. So in dem Sinne, dass wir vielleicht tatsächlich “Nazis” wären, aber man dürfe uns dennoch nicht durch die Stadt jagen wie Vieh. Die Grundrechte gelten schließlich für alle Menschen, und PEGIDA-Anhänger sind auch Menschen.

Eine solche Feststellung und jegliche Empörung über die erfahrene Gewalt blieb jedoch aus. Es wurde gar nicht sonderlich groß über den Spaziergang berichtet. Das hatte für die Medien keine Priorität. Ich habe keinen Zweifel: Wären die Verhältnisse umgekehrt gewesen, also rechte “Gegendemonstranten” hätten einen kleinen Haufen linker gejagt, dann wäre garantiert bundesweit darüber berichtet worden und man hätte die Mittel im “Kampf gegen Rechts” deutlich aufgestockt.

Danach entschied ich, unter diesen Umständen an keiner PEGIDA-Demo in Frankfurt mehr teilzunehmen, da es einfach nichts brachte, außer ein großes Risiko für Leib und Leben. Wenn nicht einmal nach einer solchen einseitigen Straßenschlacht, nach einer solchen Hetzjagd eine halbwegs faire Berichterstattung stattfindet, dann brauche ich auch nicht länger meinen Kopf dafür hinzuhalten. Ich lasse mich nicht wie Vieh abschlachten, wenn die Welt hinterher nicht einmal etwas davon mitbekommt bzw. wenn die Welt völlig ignorant einfach nur mit den Achseln zuckt und sich einredet, das wäre sozusagen “ein Nazi weniger” oder – besser noch – ein “Nazi-Tier” weniger und somit des Aufhebens nicht wert. Wen interessiert es schon, ob in Frankfurt ein paar “Nazi-Tiere” aufs Maul bekommen? Da kann ich mir die Anmerkung nicht verkneifen, dass für die Zivilgesellschaft jedes Tier offenbar mehr Rechte hat als ich. Wenn man es genau nimmt, standen wir ja sogar noch unter den Tieren, da man die Gewalt gegen uns gebilligt hat. Eine vergleichbare Gewalt gegen Tiere hätte man niemals akzeptiert.

Die offizielle PEGIDA-Leitung beendete dann auch ein für allemal die Demos in Frankfurt.

Diskussion mit der Antifa Darmstadt

Noch vor dem Spaziergang traf ich einmal auf der Abreise auf die Antifa Darmstadt. Als sie uns am Bahnsteig erkannten, pöbelten sie uns erstmal mit so pseudo-schlauen Fragen an, wie man denn stolz sein könne, als Deutscher geboren worden zu sein usw. So, als hätten wir das jemals vertreten.

Gottseidank waren sie einigermaßen friedlich (oder feige, weil sie nicht in der klaren Mehrheit waren?), und so unterhielten wir uns im Zug ein wenig. Wirklich etwas dabei herum kam nicht, außer dass sie merkten, dass wir eben nicht die absoluten Superteufel waren. Bis nach Darmstadt musste ich dann alleine mit ihnen auskommen, denn alle anderen PEGIDA-Anhänger waren auf halbem Wege schon ausgestiegen.

An ein Thema kann ich mich noch erinnern: Es ging um politische Korrektheit und die Frage, ob das Wort “Neger” diskriminierend ist. Ich verneinte das und fragte, warum das denn diskriminierend sein solle. Die Antifa-Leute hielten es für ausreichend, dass sich Schwarze vom Wort “Neger” diskriminiert fühlen würden. Ihre Behauptungen konnten sie auch noch live untermauern, indem sie einen anwesenden schwarzen Zugreisenden fragten, ob er Neger diskriminierend fände. Der bejahte das, und somit war das Thema erledigt. Für mich war das reichlich irrational, denn es war immer noch nicht erklärt, warum der Begriff “Neger” als diskriminierend empfunden wird. Die Gefühlslage einzelner “Betroffener” ist mir für mich nicht wirklich verbindlich. Ich könnte mich auch wegen jedem Scheiß diskriminiert fühlen, aber warum sollte das die Welt interessieren? Neger kommt halt aus dem Lateinischen und bedeutet Schwarzer, also wo ist der Unterschied?!

Zuletzt luden mich die Leute von der Antifa Darmstadt zum Diskutieren ein. Ich könne sie beim Asta der Hochschule Darmstadt finden. Tatsächlich begab ich mich eines Abends dort hin und traf auch einige Leute wieder. Manche fehlten auch, dafür kamen aber neue Gesicher hinzu. Insgesamt waren glaube ich 5 Personen anwesend, mit denen ich als einziger PEGIDA-Anhänger diskutierte.

Ich machte klar, dass es mich vor allem störte, wenn auf mich Kartoffeln und andere Sachen geworfen würden. Da konnte der eine es sich wohl nicht verkneifen und fing an zu lachen. Er fand das offenbar ganz lustig. Die anderen waren etwas beherrschter und so gab sich auch der Spaßvogel zumindest dem Schein nach etwas neutraler.

Sie argumentierten dann, dass die Wurfgeschosse ja nur von einzelnen geworfen worden waren, und dass sie selbst damit nichts zu tun hatten.

Umgekehrt warfen sie mir ständig vor, dass ein NPD-Mitglied bei den PEGIDA-Demos anwesend gewesen wäre. Und zwar in einem Tonfall, der keinen Zweifel daran ließ, dass dies für sie wesentlich kritikwürdiger war als ein paar Wurfgeschosse. Von diesem NPD-Heini wusste ich jedoch nichts, und es interessierte mich auch überhaupt nicht. Ich musste die Antifa-Leute auch drei Mal auf ihren logischen Widerspruch hinweisen: Wenn sie mit den Wurfgeschossen nichts zu tun haben wollen, dann habe ich auch nichts mit dem NPD-Mann zu schaffen. Wenn sie nicht in Sippenhaft genommen werden wollen, dann gilt dasselbe auch für mich.

An vielmehr kann ich mich heute nicht mehr erinnern. Außer eben daran, dass diese Antifa-Leute äußerlich recht normale Studenten waren, die in dem bei uns üblichen Wohlstand aufwuchsen. Die aber ständig von einer vermeintlich achso schlimmen und bösen Ausbeutung durch den Kapitalismus faselten… aber gegen Zuwanderung darf man natürlich nichts sagen, sonst ist man gleich Nazi.

Fazit

Es heißt immer wieder, die Populisten würden sich in die Opfer-Rolle begeben, wenn sie so tun, als könne man nicht alles sagen. Wenn sie so tun, als gäbe es Einschränkungen der Meinungsfreiheit oder der Versammlungsfreiheit. Es wird dann so getan, als hätten wir doch alle Freiheiten. Als würde uns doch niemand daran hindern, unsere Meinung kundzutun und von unseren Grundrechten Gebrauch zu machen.

Ich fühle mich dadurch verhöhnt und verspottet. Vor der großen Flüchtlingswelle bin ich Anfang 2015 bei PEGIDA das erste Mal in meinem Leben aus Sorge um Deutschlands Zukunft auf die Straße gegangen und wurde dafür behandelt wie der letzte Dreck. Man hat nicht mit mir gesprochen oder diskutiert, sondern mich und meine Mitstreiter mit Böllern, Eiern, Laserpointern, Flaschen und Steinen bearbeitet. Man hat uns hasserfüllt angebrüllt und niedergebrüllt, mit solchen Parolen wie “Nazis raus!” und “Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda”. Dazu kam die dreiste Entmenschlichung mit der Satire-Aktion “Nazi-Safari”, bei der mir als einem der Leidtragenden der Gewalt das Lachen im Halse stecken geblieben ist.

Und die sogenannte Zivilgesellschaft hat komplett weggesehen, und sich mehr oder weniger heimlich darüber gefreut, dass wir “Nazis” unser Fett weg bekommen haben. Es wurde freudig über das “Scheitern von PEGIDA” in Frankfurt berichtet, anstatt die massive Gewalt einmal deutlich anzuprangern.

Ich hätte mir gewünscht, dass man uns damals einfach mal zugehört hätte. Es war damals schon erkennbar, dass immer mehr Asylanträge gestellt werden. Man hätte gemeinsam über die Ursachen debattieren können.

Stattdessen hat die “Zivilgesellschaft” lieber ihren Narzissmus ausgelebt, indem sie ihren vermeintlichen “Antifaschismus” zur Schau gestellt hat – ironischerweise mit 100% faschistischen Methoden. Und die achso neutrale Presse hat in etlichen Artikeln und Berichten verharmlost. Ich weiß das, weil ich nunmal vor Ort war und genau weiß, wie groß die Lücke ist zwischen dem, was in der Presse veröffentlicht wurde und was vor Ort wirklich passiert ist.

An die damaligen Teilnehmer der Gegendemonstrationen kann ich nur sagen, dass ich sie für menschlichen *** halte. Für den *** der Menschheit. Für verlogene, selbstverliebte Möchtegern-Bessermenschen, denen man einmal gründlich den Kopf waschen sollte. Ihr habt mitgemacht bei diesen permanent gewalttätigen Demonstrationen, und ihr habt mitgegrölt, mitgejubelt und mitskandiert. Und diese ganze Zeit über habt ihr euch in selbstgerechter Weise für die Guten gehalten. Ihr habt kein einziges Mal die Diskussion gesucht. Ihr habt die Gewalttätigen in eurem Lager auch nicht zur Räson gerufen, sondern die ständigen Eierwürfe geduldet und mit eurer fortlaufenden Anwesenheit unterstützt. Denn aus eurer Menge wurden die Wurfgeschosse geworfen, fast im Minutentakt. Unverantwortlichen Arschlöchern wie euch ist es wesentlich zu verdanken, dass die Flüchtlingskrise nicht vorzeitig erkannt und abgewendet wurde. Man hätte vorzeitig darüber diskutieren und die Hilfszahlungen an die gebeutelten Länder drastisch erhöhen können. Aber ihr wolltet nicht diskutieren, ihr wolltet euren Narzissmus ausleben, indem ihr den vermeintlichen Nazis die Hölle heiß macht und euren zivilgesellschaftlichen “Mut” zeigt, eure “Zivilcourage”.

Ihr habt euch mit großem Vergnügen lustig gemacht über die “Nazis” im Nazi-Freiluft-Gehege, denen regelmäßig Sachen um die Ohren flogen. Zwischenfrage: In welchem abgefuckten Zoo werden eigentlich Tiere unter lautem Geschrei von einer großen Menschenmenge mit Tierfutter beworfen, mit Böllern und Eiern?

Ihr habt euch prächtig amüsiert, während einfache Bürger von euch selbst oder von denen, mit denen ihr euch gemein gemacht habt, massiv eingeschüchtert wurden. Ihr habt euch verhalten wie ein selbstgerechter und sadistischer Lynchmob aus den besten Zeiten des Mittelalters. Einzig die Polizei hat noch schlimmeres abgewendet.

Im Folgenden dokumentiere ich nochmal einige von euch:

Ich zitiere hier zum ersten Mal PI-NEWS, und zwar mit einem Kommentar zu eurem Hass:

“Dieser Hass wird in einigen Jahrzehnten als das in die Geschichtsbücher eingehen, was es ist. Eine Massenpsychose verirrter und von den Medien und der mit allen Mitteln an der Macht bleiben wollender Politikern verhetzter Menschen, die nicht verstehen wollen und mittlerweile auch nicht mehr können, was Demokratie heißt. Nicht, dass die Masse eine Minderheit niederbrüllt, sondern dass um Kompromisse und die besten Lösungen gestritten wird – mit Worten – das sollte Demokratie bedeuten.”

(Quelle)

Ihr glaubt allen Ernstes, ihr wärt diejenigen, die damals gegen Hass und Intoleranz auf die Straßen gingen. In Wahrheit seid ihr genau der widerwärtige Menschenschlag, den ich damals wie heute bekämpfe. Euer grenzenloses Pharisäertum ekelt mich an.

Wenn ihr sagt, wir hassen Ausländer oder Muslime, dann liegt ihr falsch. Inzwischen hasse ich aber schon einige Menschen. Und das seid ihr. Diesen Hass habt ihr selbst erzeugt und verdient. Ihr unterstützt die Hetze und Gewalt gegen Menschen wie mich – Menschen, die ihr überhaupt nicht kennt. Und ich wiederhole mich, aber es ist wichtig: Während ihr das tut, fühlt ihr euch auch noch im Recht und stellt euch als die Retter unserer Demokratie dar. Was euch in Wahrheit auszeichnet, ist nicht Toleranz und Weltoffenheit, sondern Schubladendenken, Borniertheit, Selbstgerechtigkeit und Gewalttätigkeit. Ganz ehrlich: Ihr sollt zur Hölle fahren. Bei mir habt ihr verschissen. Eure Toleranz und Weltoffenheit könnt ihr euch in den Arsch stecken, denn sie ist gar keine. Ihr habt weder die Freiheit noch die Demokratie verdient. Ihr seid einfach nur der dumme, ungebildete Pöbel, der aufgehetzte Mob, der nur eine Lynchjustiz wie im Mittelalter kennt. Eure Nazijagd ist nichts als eine moderne Hexenjagd.

Und an die Journalisten, die damals über uns berichtet haben: Für die meisten von euch gilt das gleiche. Ihr seid in eurer linksliberalen Schickeria-Echokammer dermaßen abgehoben, dass ihr normale Bürger offensichtlich nicht mehr von Nazis unterscheiden könnt. Ihr habt die gewalttätigen Ausschreitungen gegen uns durch eure Verharmlosungen mit unterstützt. Das gilt vor allem für Hanning Voigts von der Frankfurter Rundschau. Herr Voigts, Sie sind bei mir eine persona non grata.

Dass die Gesellschaft überhaupt so radikal gegen uns aufgehetzt war, ist der überregionalen Berichterstattung der Medien zu verdanken. Man hat PEGIDA fast vollkommen gleichgeschaltet als eine Gefahr für unsere Gesellschaft, für unsere Demokratie dargestellt. Aber wir sind in deren Augen die Volksverhetzer, ist klar. Das ist immer wieder dieselbe astreine Projektion der Gutmenschen im psychologischen Sinne.

Seit PEGIDA Frankfurt ist mir endlich verständlich geworden, wie das dritte Reich mit seinem ganzen unsinnigen und widersprüchlichen Antisemitismus möglich war. Die Masse der Leute war damals wie heute selbstgerecht und einseitig informiert, und glaubt und tut nur das, was ihnen von einer weitgehend gleichgeschalteten Presse vorgegeben wird.

Wenn Minderheiten erst einmal hinreichend entmenschlicht wurden und als bösartige Elemente dargestellt wurden, die für die Gesellschaft gefährlich sind, dann greift der Pöbel jederzeit gerne zu Gewalt, und fühlt sich sogar noch gut und schick dabei.

Ich persönlich werde ewig stolz sein auf meine Teilnahme an den Demos von PEGIDA Frankfurt. Wir sind in Wahrheit die Guten. Die Missratenen und die Faschisten sind bei unseren Gegnern zu finden. Punkt.

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2 Gedanken zu „Rückblick auf PEGIDA Frankfurt, 2015 – Das wahre Gesicht der Zivilgesellschaft

  1. Ich bin froh, dass hier einmal jemand von seinen eigenen Erlebnissen berichtet. Erst dadurch kann man ermessen, wie weit sich die offizielle Berichterstattung bereits von der Beschreibung der Wirklichkeit entfernt hat.

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