Linke Doppelmoral: “Gute” und “böse” Einzelfall-Karten

Gerade ist in der ZEIT der Artikel “Gegen das Wegsehen” von Alexander Krex erschienen. Es geht um eine Karte von Los Angeles, auf der die Todes-Opfer von alltäglicher Gewalt dargestellt sind. Die Getöteten sind überwiegend Schwarze und Latinos, und die Ursache der vielen Morde wird unter anderem in den liberalen Waffengesetzen der USA gesehen. Es passt also auf den ersten Blick alles perfekt ins linke Narrativ. Über das Projekt wird daher wohlwollend berichtet.

Systematisch verschwiegen wird jedoch, dass auch die übergroße Mehrheit der Täter Schwarze und Latinos sind. Diese Information passt nicht mehr in die linksliberale Weltanschauung und wird daher unter den Teppich gekehrt. Darauf aufmerksam zu machen gilt als “Stimmungsmache”, als Schüren von Vorurteilen gegen Minderheiten. Einzelfall-Sammlungen zu Ausländerkriminalität werden daher auf das Schärfste kritisiert, auch und besonders in Deutschland.

Das ist jedoch nichts weiter als ein Beweis für die Doppelmoral und den tief sitzenden Auto-Rassismus dieser Journalisten.

Schauen wir mal in den Artikel:

“Jede Tat wird als roter Punkt auf einer interaktiven Karte verortet. Viel wichtiger aber: Jedes Opfer, jedes einzelne, wird als Individuum sichtbar gemacht, indem es einen eigenen Eintrag bekommt, auch wenn es sich teilweise nur um wenige Sätze handelt.”

Okay, man ist also stolz darauf, dass man das Schicksal jedes einzelnen Opfers herausstellt. Ich werde darauf noch zurück kommen.

“Die meisten Toten in L.A. sind junge Männer, vor allem Latinos und im Verhältnis zur Einwohnerzahl überproportional viele Schwarze. Sie stammen fast immer aus armen Gegenden, sie sterben in Gangfehden, bei Raubüberfällen oder weil die Gewalt ohne jeden Anlass eskaliert.”

Es wird also deutlich darauf hingewiesen, dass vor allem junge Latinos und überproportional viele Schwarze getötet werden.

“Die Mehrheitsgesellschaft kann natürlich trotzdem weiter die Augen vor der Gewalt in ihrer Stadt verschließen. Aber diese Entscheidung fällt schwer, wenn man den Homicide Report einmal gesehen hat.”

Ah, die böse Mehrheitsgesellschaft verschließt die Augen vor der Gewalt. Der Homicide Report soll Abhilfe schaffen.

“Der Homicide Report ist nicht farbenblind, er gibt Auskunft darüber, ob ein Opfer schwarz, weiß, asiatisch oder lateinamerikanisch ist. Das sei sehr ungewöhnlich, sagt Santa Cruz, die Redaktion habe sich aber dazu entschlossen, um ein genaues Bild davon zu zeichnen, wer in L.A. ermordet wird. Man kann die Datenbank nach Ethnie filtern und so etwa herausfinden, dass 2005 allein im Stadtteil Compton 38 schwarze Männer umgebrachtwurden. Wohingegen in Bel Air im Norden in den vergangenen 17 Jahren keine einzige weiße Frau getötet wurde.”

Der erste Hinweis hat wohl nicht gereicht. Man muss nochmal die Verteilung der Opfer quantifizieren. Ganz wichtig ist der Hinweis darauf, dass in Bel Air 17 Jahre lang keine einzige weiße Frau getötet wurde. Schwarze Männer haben demnach am meisten darunter zu leiden und weiße Frauen am wenigsten. Zumindest wird das damit suggeriert.

“Die meisten Morde geschehen in den südlichen Stadtteilen von Los Angeles, in Compton, Florence, Hawthorne, Boyle Heights oder Watts.”

Hmmm. Ich habe mal nachgesehen, wie es mit der ethnischen Zusammensetzung dieser Gebiete aussieht (kleine Bevölkerungsanteile habe ich weggelassen):

  • Compton – Latinos 56.8% – Schwarze 40%
  • Florence – Latinos 69.8% – Schwarze 28.1%
  • Hawthorne – Latinos 52.9% – Schwarze 27.7%
  • Boyle Heights – Latinos 94%
  • Watts – Latinos 61.6% – Schwarze 37.1%

Und jetzt zum Vergleich:

  • Bel Air – Weiße 83% – Asiaten 8.2%

Man sieht sofort, dass der Anteil von Schwarzen und Latinos in diesen Problemvierteln extrem hoch ist. In Bel Air hingegen, wo heile Welt unterstellt wird, gibt es fast nur Weiße und Asiaten. Schwarze und Latinos scheinen also Probleme zu machen, während Asiaten und Weiße ein gutes Auskommen haben.

Weiterhin fällt auf, dass der Anteil von Alleinerziehenden in den erstgenannten Stadtteilen extrem hoch ist, z.B. in Florence mit 28.1% der Familien. Das scheint gewalttätiges Verhalten bei jungen Männern sehr zu fördern. Der libertäre YouTuber Stefan Molyneux hat auf diesen Aspekt auch schon viele Male hingewiesen (siehe sein Video “The Truth About Single Moms”). Bei Bel Air hingegen ist der Anteil ziemlich niedrig und liegt bei 4.1% aller Familien.

Ansonsten möchte ich noch auf einen Zufallfsfund aufmerksam machen: In Compton verdienen die Frauen mehr Geld als die Männer. Das kann man dem Wikipedia-Artikel entnehmen:

“Männer verdienen im Schnitt 22.698 Dollar, Frauen bringen es dagegen auf durchschnittlich 24.692 Dollar.”

Ich habe jetzt nicht bei den anderen Bezirken nachgesehen, aber wahrscheinlich ist auch das typisch für solche Bezirke, weil die Männer überproportional im Knast sitzen oder ihren Verbrecher-Karrieren nachgehen. Die Einnahmen vom Drogen-Verkauf kann man ja schlecht beim Finanzamt angeben. Und wenn man im Gefängnis sitzt, kann man überhaupt nicht arbeiten. Die vielen alleinerziehenden Mütter hingegen müssen sehen, wo sie bleiben und wie sie ihre Kinder ernähren können.

Aber jetzt weiter mit dem ZEIT-Artikel:

“Der Homicide Report ging im Januar 2007 online und war die Idee der damaligen Polizeireporterin Jill Leovy. ‘Ich wollte, dass die Leser alle Tötungsdelikte sehen’, schrieb sie zum einjährigen Bestehen des Reports. ‘Keine der aufwendigen Geschichten, die ich vorher gemacht habe, schien so effektiv zu sein, wie die Opfer einfach aufzulisten, eines nach dem anderen.'”

Die Opfer einfach alle namentlich aufzulisten ist demnach besonders effektiv. Aber inwiefern effektiv? Was ist denn das Ziel? Die Antwort auf diese Frage kommt gleich…

“Der Homicide Report sammelt Metadaten wie Ort, Zeit und Todesursache sowie Name, Alter, Ethnie und Geschlecht des Opfers.”

Wie jetzt? Man erhebt diese ganzen Daten, darunter die Ethnie des Opfers, aber man lässt ausgerechnet die Ethnie des Täters komplett weg?! Wieso macht man das? Wäre das nicht interessant zu erfahren, welche Ethnien die meisten Täter stellen? Ich habe mal auf der Webseite dieses Homicide Reports nachgesehen, aber dort scheint tatsächlich nicht die Ethnie des Täters erfasst zu werden. Bei der Suchmaske für Todesfälle kann man auch nur die “gewünschte” Ethnie des Opfers angeben.

Hmm… ich frage mich, welches Kalkül wohl dahinter stecken könnte, dass man die Ethnie des Täters weglässt.

“In den letzten Jahren haben Journalisten immer besser verstanden, mit Metadaten umzugehen. Zahlen haben uns viel zu sagen und können uns doch so wenig erzählen von den einzelnen Schicksalen, aus denen sie sich zusammensetzen. Zahlen erzeugen keine Empathie. Das tun Geschichten und Fotos, und die Kommentare der Hinterbliebenen.”

Daher weht also der Wind. Man schildert die Einzel-Schicksale, weil man Mitleid erwecken möchte. Die nackten Zahlen genügen nicht, man muss die Individuen sichtbar machen; das war schließlich die Wortwahl vom Anfang des Artikels. Und es beantwortet auch die Frage nach dem Ziel des Ganzen: Es geht darum, Schwarze und Latinos als vorrangige Opfer alltäglicher Gewalt darzustellen und dies in der Öffentlichkeit mittels emotionaler Manipulation möglichst tief zu verankern.

Das paradoxe ist: Die Kriminalstatistiken der USA zeigen, dass Schwarze und Latinos nicht nur überproportional Opfer von Gewaltkriminalität werden, sondern ebenso überproportional die Täter sind. Und damit wäre dann wohl auch die Frage beantwortet, wieso der Homicide Report die Ethnie des Täters weglässt. Weil man die Schwarzen und Latinos dann nicht mehr so leicht als arme Opferlein darstellen kann. (Ein paar konkrete Zahlen werde ich noch im Fazit nennen, siehe unten.)

Das Ganze ist auch noch anderweitig verlogen: Wenn man umgekehrt die Schicksale der Opfer von Ausländer-Gewalt aufarbeitet, wird das nämlich stets als emotionale Manipulation der Bevölkerung verstanden. Dann meint man, es würde Stimmung gemacht gegen Ausländer. Es wird dann gefordert, dass man doch sachlich bleiben solle, dass man die offiziellen Statistiken berücksichtigen und alles ins richtige Verhältnis setzen müsse. Man relativiert auch sofort: Die große Mehrheit aller Straftaten würde von Deutschen begangen usw. usf.

Die Opfer vom Weihnachtsmarkt-Anschlag in Berlin wurden auch bis heute nicht namentlich genannt. Umgekehrt hat Angela Merkel jedes Opfer der NSU-Morde namentlich erwähnt und seine Lebensleistung kurz gewürdigt.

Das ist wieder ein herrliches Beispiel für die unterschiedlichen Maßstäbe aus dem Dunstkreis der politischen Korrektheit. Man könnte es auch als Doppelmoral bezeichnen und die Vertreter dieser Denkweise als Heuchler.

Vergleichbare politisch korrekte Projekte in Deutschland

Nun möchte ich einige vergleichbare Projekte aus Deutschland erwähnen.

Dazu gehört zum Beispiel die “Karte der Gewalt” vom August 2015, welche die damaligen Angriffe gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte zusammenfasste. Diese Karte wurde von der ZEIT erstellt.

Der Stern hat im Februar 2016 ebenfalls eine Karte mit weit mehr Vorfällen veröffentlicht: “Die Deutschlandkarte der Schande”. Der einheizende Titel wird noch unterstrichen durch die Feststellung “Flüchtlinge” seien “überall in Deutschland in Gefahr”.

Regelmäßig aktualisiert wird bis heute die “Karte flüchtlingsfeindlicher Vorfälle” von mut-gegen-rechte-gewalt.de (nach eigener Darstellung ist dies “ein Projekt des Magazins stern und der Amadeu Antonio Stiftung”). Auch die zuvor genannte Karte vom stern aus dem Februar 2016 verwendete die Vorfälle aus diesem Datensatz. Merkwürdig ist, dass auch Demonstrationen gegen Flüchtlinge dokumentiert werden. Inwiefern stellt eine Meinungsäußerung in Form einer Demonstration denn einen Akt der Gewalt dar? Hier werden also Gewalttaten mit friedlichen Meinungsäußerungen zusammengeworfen. Auch “rechte Schmierereien” werden erfasst. Das stellt für mich jetzt auch nicht unbedingt einen Akt der Gewalt dar, sondern eher eine Meinungsäußerung (die natürlich insofern trotzdem strafbar sein kann, wenn fremdes Eigentum beschmiert wird).

Bewertung durch die Medien

Die Karten stammen von den großen Medien selbst und werden positiv dargestellt. Sie gelten als wichtiges Instrument zur Aufklärung der Bevölkerung.

Vergleichbare politisch inkorrekte Projekte in Deutschland

Nun kommen wir zu den politisch inkorrekten Projekten dieser Art.

Dazu zählt vor allem die “Einzelfall-Map 2017” von XY-Einzelfall (Facebook-Seite). Für die vorangegangenen Jahre gibt es separate Karten, da die Karte sonst aus allen Nähten platzen würde.

Relativ neu ist die “Refugee and Migrant Crime Map”.

Bewertung durch die Medien

Bewertung durch die Medien: Durchweg negativ.

Die Neue Osnabrücker Zeitung beklagt im Artikel “Wenn Straftaten zur Hetze gegen Flüchtlinge genutzt werden” von Louisa Riepe viele “Fehler und Ungereimtheiten” in der Einzelfall-Map. Ausgerechnet der Geschäftsführer der Diakonie von Osnabrück Stadt und Land kommt zu Wort und gibt folgendes zum Besten (Hervorhebung durch mich): “Solche Widerlichkeiten dienen einer plumpen Stimmungsmache und sind ein Angriff auf unsere plurale Gesellschaft.”

Außerdem wird kritisiert, dass in etwa 70% der Fälle der einzige Hinweis auf einen Migrationshintergrund des Täters der “dunkle Teint” sei. Es werden auch einige Beispiele genannt. Diesen Kritikpunkt kann ich jedoch überhaupt nicht nachvollziehen, da es bis etwa 1950 so gut wie keine Deutschen mit dunklem Teint gab. Im allgemeinen Sprachgebrauch – im Volksmund – gelten Menschen mit dunklem Teint daher als Menschen, die zumindest ausländische Eltern oder Groß-Eltern haben. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass inzwischen Millionen von Ausländern eingebürgert wurden. Wenn man deren Verbrechen als die Verbrechen von “Deutschen” zählt, dann sehe ich mich als Bio-Deutscher sogar viel eher getäuscht. Und genau das hat bei den Linken System: Die Verbrechen von eigentlich ausländischen “Pass-Deutschen” werden mit denen der Bio-Deutschen zusammengeworfen. Ein Migrationshintergrund wird damit möglichst unter den Teppich gekehrt.

Auch heise telepolis spart nicht an Kritik im Artikel “Wie ‘besorgte Bürger’ Massenkriminalität von Ausländern belegen wollen” von Florian Rötzer. Zu einem Bild der Einzelfall-Map kommentiert der Autor: “So soll der Eindruck geschaffen werden, dass Deutschland überzogen ist von einer massenhaften Kriminalität von Flüchtlingen und Migranten.” Auch wird wieder der Vorwurf der Stimmungsmache gebracht: Es gehe um das “Schüren von Angst und Ablehnung”. Und “besorgte Bürger” ist wohl das linke Äquivalent zum Begriff “Gutmensch”.

Ich wünschte, die Journalisten wären gegenüber den politisch korrekten Projekten genauso kritisch. Da gibt es nämlich auch etliche Ungereimtheiten und Verzerrungen, wie ich gezeigt habe. Es wurde mitunter wörtlich der Eindruck erweckt, Flüchtlinge seien überall in Deutschland in Gefahr. Das ist offenbar keine unzulässige Übertreibung; das ist nicht übermäßig negativ oder einseitig. Aber wehe es geht um Ausländer-Kriminalität, das ist dann alles sofort “zu verallgemeinernd” und so weiter.

Fazit

Ich halte zwei Beobachtungen fest:

  • Es werden von den Linken völlig unterschiedliche Maßstäbe an derartige Einzelfall-Sammlungen gelegt, je nachdem, ob sie das linke oder das rechte Narrativ stützen.
  • Viele Linke leiden unter einem tief sitzenden Auto-Rassismus.

Unterschiedliche Maßstäbe

Bei Projekten, die das linke Narrativ unterstützen, gelten eher niedrige Ansprüche. Mit Kritik hält man sich zurück, sondern berichtet wohlwollend darüber. Ich habe dies eindeutig an mehreren Beispielen nachgewiesen.

Anders ist es bei den Projekten, die dem eigenen Weltbild zuwiderlaufen: Man möchte es einfach nicht wahrhaben. Einfach ignorieren kann man es aber auch nicht, das wäre zu offensichtlich. Das eigene Ego muss sich daher selbst einreden, dass es eine sachliche Grundlage für die Zurückweisung dieser Projekte gibt. Die Lösung besteht darin, dass man die Ansprüche hoch schraubt. Man analysiert die Projekte extrem kritisch und setzt an jedem “Haar in der Suppe” etwas aus. Gleichzeitig schreibt man den Hintermännern niederträchtige Motive zu. Und voila, man hat die perfekte innere Rechtfertigung, das Thema abzuhaken.

Die Anspruchs-Hürde für Informationen, die das eigene Weltbild bestätigen, wird also systematisch viel niedriger gehalten als die Hürde für widersprechende oder unangenehme Fakten. Im Grunde handelt sich bei alldem nur um einen Fall des confirmation bias. Dahinter steckt ein unbewusstes psychologisches Kalkül, welches zum Ziel hat, kognitive Dissonanz zu vermeiden oder abzuwehren.

Auto-Rassismus

Tief eingebettet in das, was ich immer “linkes Narrativ” nenne, ist ein Rassismus, der sich gegen die weiße Mehrheitsgesellschaft richtet. Das gilt für die europäische Linke ebenso wie für die Linke in den USA. Es gibt geradezu eine unbewusste Opfer-Hierarchie.

Randgruppen und Frauen auf der einen Seite zählen tendenziell zu den Opfern, die weiße Mehrheitsgesellschaft auf der anderen Seite zählt tendenziell zu den Tätern. Weiße Frauen sind dabei so ein Mittel-Ding, ein Zwitter: Sie stehen in der Hierarchie der Opfer unter den Schwarzen und Ausländern, aber immer noch über den weißen Männern. Weiße christliche Männer hingegen stehen ganz unten, sie sind der moralische Abschaum: Auf denen darf man nach Belieben rumhacken. Ironischerweise geht das deshalb, weil von denen ja keine nennenswerte Gefahr ausgeht. Die lassen alles mit sich machen, sie sind in Wahrheit die super-toleranten.

Anders kann ich es mir nicht mehr erklären, dass es von Linken positiv bewertet wird, wenn auf nicht-weiße Opfer oder weiße Täter aufmerksam gemacht wird, aber negativ, wenn auf weiße Opfer oder nicht-weiße Täter hingewiesen wird. Das erste wird als sinnvoller Hinweis auf gesellschaftliche Missstände gesehen, während letzteres als Stimmungsmache gesehen wird, als Rassismus oder Ausländerfeindlichkeit usw.

Wenn die Rasse des Opfers oder des Täters einer Straftat darüber entscheidet, wie man das Bekanntmachen der Straftat bewertet, dann erfüllt das ziemlich genau die Definition des Begriffs Rassismus. Und deshalb sind für mich viele linksliberale Journalisten heimliche Rassisten.

Um das nochmal ganz klar darzustellen:

  • Nicht-weißes Opfer oder weißer Täter -> Unproblematisch. Im Zweifel ist es sogar positiv zu werten, weil auf “gesellschaftliche Missstände” hingewiesen wird (eben die, die ins linke Narrativ passen). “Gegen das Wegsehen” und so.
  • Weißes Opfer oder nicht-weißer Täter -> Problematisch. Das könnte dazu beitragen, dass Vorurteile gegen Minderheiten geschürt werden. Hier lautet das Motto eher “Gegen das Hinsehen.”


Mal ein anderes Beispiel: Das Foto des ertrunkenen 3jährigen Jungen Aylan Kurdi ging um die ganze Welt. Eigentlich war das nur ein Einzelfall von vielen. Man könnte umgekehrt genauso die geschändeten Opfer von Ausländerkriminalität, z.B. brutal vergewaltigte Frauen, um die Welt gehen lassen. Oder man könnte Fotos von den Opfern des islamistischen Terrors zeigen, z.B. die Leichen der in Nizza beim LKW-Anschlag getöteten Kinder. Warum ist das eine gesellschaftlich akzeptiert, aber das andere nicht? Warum unterstellt man in der einen Richtung Verallgemeinerung und Stimmungsmache durch emotionale Manipulation, aber im anderen Fall nicht?

Aber zurück zum Thema Kriminalität: Die besondere Widersprüchlichkeit wird deutlich, wenn man sich mal von den verschiedenen Einzelfall-Sammlungen ab- und den offiziellen Kriminalstatistiken zuwendet.

In Deutschland werden Ausländer etwa 5 Mal häufiger kriminell in der Kategorie “Gewaltkriminalität” als Deutsche. Bei Asylbewerbern liegt der Faktor bei 15. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016 des Bundeskriminalamts hervor:

Die Kriminalstatistiken der USA zeichnen ein ähnliches Bild: Schwarze sind demnach vielfach krimineller als Weiße und Asiaten. In 2013 beispielsweise haben Schwarze 12 Mal häufiger Nicht-Schwarze ermordet als umgekehrt; insgesamt haben Sie 6 Mal häufiger Mord begangen als Nicht-Schwarze (Quelle: Color of Crime, New Century Foundation, 2016). Weiße in den USA wiederum sind geringfügig krimineller als Asiaten usw. Diese Unterschiede erklären relativ gut die verschiedenen Inhaftierungszahlen.

Das heißt, dass die Minderheiten, die unter dem besonderen Schutz der Linken stehen (also Schwarze, Latinos, Ausländer, Flüchtlinge, …), den Schutz gar nicht verdient haben. Sie sind nicht weniger kriminell als die weiße Mehrheitsgesellschaft und auch nicht genauso kriminell, sondern sie sind vielfach krimineller.

Die Linken sind blind für das Fehlverhalten ihrer eigenen Schützlinge. Mich erinnert das irgendwie an diese Eltern, die das asoziale Verhalten ihrer eigenen Kinder nicht wahrhaben wollen und die Schuld immer bei anderen suchen. Oder die Ausreden dafür suchen, z.B. dass es ihre Kinder doch achso schwer gehabt hätten usw. Das wird ja bei den Flüchtlingen auch gerne gemacht, sie wären eben “traumatisiert”.

#MeToo: Gleiches Schema

Abschließend möchte ich noch eine Parallele ziehen zu der #MeToo-Debatte. Es ist ja momentan wieder im Trend, dass sich weiße Frauen über Belästigungen durch weiße Männer echauffieren. Es wird dadurch ein allgegenwärtiger Sexismus gegen Frauen suggeriert.

Wichtig ist, dass bei der #MeToo-Debatte weiße Täter im Vordergrund stehen. Die ganze Debatte ist also von vornherein eine riesige Heuchelei, weil der viel gravierendere und realere Sexismus von diversen Ausländer-Gruppen systematisch ausgeblendet wird. Asylbewerber sind schließlich über 42 Mal häufiger kriminell in der Kategorie “Gruppenvergewaltigung” als Deutsche. Bei “normaler” Vergewaltigung bzw. sexueller Nötigung sind Ausländer 5 Mal krimineller und Asylbewerber 15 Mal krimineller als Deutsche. Diese Angaben können der oben dargestellten Polizeilichen Kriminalstatistik 2016 entnommen werden.

Aber nicht die realen Übergriffe, wie Vergewaltigungen, stehen bei #MeToo im Vordergrund, sondern meist unangebrachte Komplimente oder Anmachen vom Chef oder von Arbeitskollegen. Die Leiden der weiblichen Schickeria eben.

Darum geht es mir jetzt aber nicht, sondern um ein weiteres Beispiel für die double standards: Die ZEIT hat heute eine Sammlung an Zuschriften veröffentlicht: “Hunderte Frauen haben uns sexistische Bemerkungen geschickt, die sie im Job hören mussten. Sie schreiben von Berührungen und sogar Vergewaltigung. Hier sind ihre Mails.” (Autorin: Leonie Seifert.)

Wie bitte? Man veröffentlicht ungeprüft diese Weiber-Geschichten?

Das ist doch noch viel schlimmer als die Einzelfall-Map! Da wäre die Kritik viel angemessener. Bei der Einzelfall-Map gibt es schließlich wenigstens überhaupt noch irgendwelche Belege, seien es Polizeimeldungen oder Presseberichte. Da kann man immerhin noch ganz entfernt einen Beleg dafür finden, dass es sich um Ausländerkriminalität gehandelt hat.

Bei Zuschriften von wildfremden Frauen kann man das nicht behaupten. Es könnten allerlei erfundene Geschichten darunter sein. Wieso nimmt man das für bare Münze und veröffentlicht das alles ungeprüft? Das ist wirklich Mal eine unseriöse Anhäufung von Einzelfällen, aber Kritik von linksliberaler Seite kommt in diesem Fall natürlich nicht.

Man stelle sich mal umgekehrt vor, die Einzelfall-Map würde auf den persönlichen Erzählungen von Privatleuten beruhen. Da würden die Journalisten doch längst kreischen, dass das keine belastbaren Informationen wären. Man würde schon längst unterstellen, dass die bösen Rechten systematisch Übergriffe durch Ausländer erfinden, um damit Stimmung zu machen.

Bei Sexismus gegen Frauen hingegen ist natürlich vollkommen ausgeschlossen, dass feministische Lobby-Gruppen derartige Propaganda betreiben. Klar. Weil Frauen sind ja immer die Guten. Und außerdem sind es meist weiße Täter, von denen die Rede ist, und wie wir bereits festgestellt haben, sind sie der moralische Abschaum in der Opfer-Hierarchie der Linken. Die genießen keinen Schutz, wie die ganzen Minderheiten, die kann man nach Belieben mit ungeprüften Geschichten zur Sau machen.

Die #MeToo-Debatte ist also noch ein weiteres glasklares Beispiel dafür, dass Journalisten fast alles für bare Münze nehmen, was ihrem Weltbild entspricht. Hohe Maßstäbe werden nur an Personen und Projekte angelegt, die in Konflikt mit den linksliberalen Narrativen stehen, aber nicht an solche, die das linke Weltbild bestätigen.

Es ist einfach alles nur noch lächerlich. Weite Teile der heutigen Journalisten sind völlig unreflektiert. Sie sind charakterlich überhaupt nicht dazu befähigt, einen so verantwortungsvollen Job zu machen.

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Ein Gedanke zu „Linke Doppelmoral: “Gute” und “böse” Einzelfall-Karten

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