Der SWR3 und die rassistische Täter-Opfer-Umkehr der Ev. Kirche Mannheim

Die evangelische Kirche in Mannheim hängt so sehr an falschen linken Narrativen, dass sie nun sogar Mörder zu Opfern macht, solange diese die richtige Hautfarbe haben. Und der öffentlich-rechtliche Sender SWR3 ist sich nicht zu schade, diese Sichtweise auch noch auszustrahlen.

Es dürfte längst immer mehr Menschen in Deutschland auffallen, dass viele gängige linke Narrative voller Widersprüche sind und dass sich die Linke oft der Doppelmoral schuldig macht. Wenn es beispielsweise um Polizeigewalt in den USA geht, dann wird dies fast immer mit Rassismus gegen Schwarze verknüpft. Die bösen weißen Polizisten verprügeln demnach die armen schwarzen Opfer, oder erschießen sie gar schlimmstenfalls. Als Motiv wird bei entsprechenden Vorfällen daher sehr schnell Rassismus unterstellt, als sei dieser in der US-amerikanischen Polizei allgegenwärtig.

Dabei werden einige Dinge unterschlagen, die nicht in das Weltbild passen. Zum Beispiel, dass es auch viele Vorfälle mit schwarzen Polizisten gibt, die Schwarze erschossen haben. Und es gibt sogar Fälle, bei denen schwarze Polizisten Weiße erschossen haben. Viel entscheidender ist aber der Hinweis auf die vielfach höhere Gewaltkriminalität der Schwarzen in den USA. Man beklagt sich gerne darüber, dass Schwarze viel häufiger ins Visier der Polizei geraten, als man das anhand ihres kleinen Bevölkerungsanteils erwarten würde. Anders ausgedrückt: Schwarze sind hier deutlich überrepräsentiert. Es sitzen auch überproportional viele Schwarze in amerikanischen Gefängnissen ein.

Verschwiegen wird allerdings, dass die Schwarzen in den USA auch viel krimineller sind als die Weißen. In 2013 war es sechsmal wahrscheinlicher, dass ein Schwarzer einen Mord begeht, als eine Person irgendeiner anderen Rasse. Und es war 12 Mal wahrscheinlicher, dass ein Schwarzer jemanden von einer anderen Rasse ermordet, als dass er selbst von einer Person einer anderen Rasse ermordet wird. Bei Übergriffen zwischen Schwarzen und Weißen waren die Schwarzen zudem in 85% der Fälle die Täter. Das heißt eine schwarze Person griff eine weiße Person um den Faktor 27 häufiger an, als umgekehrt.

Ebenso infrage stellen kann und muss man die gängigen Narrative zur Sklaverei. Die meisten Deutschen dürften bei der Sklaverei sofort schwarze Menschen in Ketten und unbarmherzige, weiße Sklaventreiber vor dem geistigen Auge haben. Auch Hollywood trägt mit seinen Produktionen zu diesem buchstäblichen Schwarzweiß-Bild immer wieder bei. Die schlechte Situation der Schwarzen in den USA wird heute noch auf die Sklaverei in der Vergangenheit zurückgeführt. Die Schwarzen hatten demnach einen Startnachteil, der sich quasi bis in die Unendlichkeit fortsetzt und die Weißen hätten Wiedergutmachung zu leisten.

Auch hier werden wesentliche Fakten unterschlagen, die ein ganz anderes Bild ergeben. Die meisten Schwarzen wurden in Afrika nicht von Weißen gefangen genommen, sondern von anderen Schwarzen, die ihre menschliche Beute dann an die weißen Sklavenhändler verkauft haben. Die Schwarzen in den USA können sich also bei ihren schwarzen Brüdern in Afrika mindestens genauso „bedanken“ wie bei den Europäern. Natürlich fordern sie aber heute von den Afrikanern keine Wiedergutmachung: Weil dort sowieso nichts zu holen ist.

Weiterhin wird verschwiegen, dass Sklaverei in Afrika und auch sonst überall auf der Welt schon immer dazu gehörte. Die Sklaverei wurde nicht von den Weißen erfunden, sie waren lediglich gegen Ende der Sklaverei am erfolgreichsten. Es wurden aber genauso Weiße von Schwarzen versklavt. Die Schwarzen waren also nicht moralisch besser, indem sie auf Sklaverei verzichteten, sondern sie waren schlicht und ergreifend der weißen Übermacht unterlegen. Wären die Kräfteverhältnisse umgekehrt gewesen, hätten sie sich nicht besser verhalten. Wenn überhaupt, dann waren die Weißen moralisch überlegen, denn im Zuge der Aufklärung schafften sie die Sklaverei ab, wohlgemerkt aus der stärkeren Position heraus. Und das ist alles nur die Spitze des Eisbergs – die gängige Sichtweise könnte man noch wesentlich ausführlicher ad absurdum führen.


Es soll in diesem Artikel aber um etwas anderes gehen. Die evangelische Kirche in Mannheim hängt so sehr an den falschen linken Narrativen, dass sie nun sogar Mörder zu Opfern macht, solange diese die richtige Hautfarbe haben. Und der öffentlich-rechtliche Sender SWR3 ist sich nicht zu schade, diese Sichtweise auch noch auszustrahlen.

Am 8. Mai gab es einen Radiobeitrag von der Pfarrerin Ilka Sobottke der evangelischen Kirche Mannheim, in welchem über den Fall Jack Johnson berichtet wurde (Link zum Audio-Beitrag, Link zum Manuskript; zur Sicherheit hier auch nochmal ein Archiv-Link zum Manuskript). Jack Johnson ist ein verurteilter Mörder – er hatte 1970 einen Polizisten erschossen. Kürzlich wurde er aus formalen Gründen vorzeitig entlassen. Die evangelische Kirche Mannheim besuchte gemeinsam mit Schülern und Studenten die Kirchengemeinde von Johnson in Chicago. In weinerlichem Tonfall wird in dem Beitrag vorgetragen, dass sich irgendwie ein Schuss gelöst hätte:

„Und irgendwie hat sich ein Schuss gelöst. Es war ein Polizist, den er erschossen hat, deswegen nochmal 15 Jahre dazu.“

Woher die Darstellung kommt, dass sich irgendwie ein Schuss gelöst hätte, es also quasi ein Unfall war, konnte ich nicht nachvollziehen. Bei meinen Recherchen zu dem Fall stellte sich heraus, dass dies offenbar eine Erfindung der Autorin des Beitrags ist – nirgendwo sonst habe ich diese Darstellung des Ablaufs gefunden. Nicht einmal Jack Johnson selbst stellte es nach meinen Recherchen so dar. In einer Mail vom 9. Mai gestand die Autorin mir gegenüber ein, dass sie den Beitrag anhand der Erinnerungen der Studenten erstellte und dies nicht mehr nachprüfte. Die Pfarrerin wollte dies daher noch einmal überprüfen – allerdings hat sich bis heute nichts getan. Das Manuskript ist heute noch unverändert abrufbar, ebenso wie der Audio-Beitrag.

Doch zunächst weiter im Text. Zu seiner Kirchengemeinde wird gesagt:

„Diese Kirche war Jack Johnsons Rettung. Hier kann er sein, mit anderen zusammen, die ähnliches erlebt haben.“

Und weiter:

„Er bekommt Hilfe und kann etwas Sinnvolles tun nach den vielen Jahren im Gefängnis. Er war damals sehr jung, Anfang 20. Er hat nie geheiratet. Er hat nie gearbeitet. Sein Leben war der Knast.“

Hier wird auf rührselige Art Mitleid mit einem verurteilten Mörder erregt. Das wäre an sich nicht ganz so schlimm, wenn wenigstens auch das Leid des wahren Opfers zur Geltung käme – und das Leid der Hinterbliebenen, wozu auch der Sohn des erschossenen Polizisten zählt, der ohne Vater aufwachsen musste. Doch dies ist der Autorin, der Pfarrerin Ilka Sobottke, nicht einmal eine Zeile wert.

Stattdessen kommt es noch dicker:

„Und in diesen amerikanischen Gefängnissen sitzen viermal so viele Afroamerikaner wie Weiße. Vielleicht sind die eben einfach häufiger kriminell? fragt eine der der Studierenden aus Mannheim.“

Immerhin scheint eine der Studentinnen etwas Grips zu haben (Studentin, nicht Studierende!). Jedoch kommt dann im Beitrag Jack Johnson zu Wort und gibt folgendes zum Besten:

„Was die Diskriminierung gegenüber Minderheiten angeht, so ist es heute schlimmer als in den 60er Jahren in den USA. Klar, es gibt die, denen es echt besser geht. Aber heute werden die schwarzen Amerikaner schlimmer verfolgt als 1970, als sie mich ins Gefängnis steckten.“

Demnach werden die Schwarzen heute schlimmer verfolgt als 1970, als sie ihn „ins Gefängnis steckten“. Wer‘s glaubt! Sie „steckten“ ihn doch nicht einfach so ins Gefängnis, sondern sie verurteilten ihn als Mörder.

Anstatt der Frage der Studentin weiter nachzugehen und jemand anderes als den verurteilten (schwarzen) Mörder eines weißen Polizisten zu Wort kommen zu lassen, schließt der Beitrag ohne jede weitere Überleitung wie folgt:

„Die Studentin denkt jetzt darüber nach, was das für uns hier in Deutschland bedeutet. Vielleicht dass jeder Geflüchtete hier eine Gastfamilie braucht. Das würde viel ändern, auf allen Seiten. Meint sie und grinst.“

Es besteht offenkundig keinerlei inhaltlicher Zusammenhang zu dem vorher gesagten. Blind und ohne Verstand wird die Forderung geäußert, dass jeder Geflüchtete hier – also in Deutschland – eine Gastfamilie braucht. Das sagt schon einiges über die wirre Gedankenwelt dieser Leute.

Wie bereits gesagt, stand ich mit der verantwortlichen Pfarrerin per Mail in Kontakt und erkundigte mich zu der Formulierung „Und irgendwie hat sich ein Schuss gelöst“. Weiterhin wollte ich wissen, ob sie und die Studenten denn auch die Familie des Opfers besucht hätten. Wenn man den verurteilten Mörder seine Sicht der Dinge schildern lässt, dann versteht es sich doch eigentlich von selbst, dass man auch die Opfer zur Rede kommen lässt. Und das schon allein deshalb, um mögliche Verdrehungen oder Lügen des Mörders aufdecken zu können. Außerdem gebietet es der Anstand und die Menschlichkeit, dass man sich mit den Opfern unterhält und ihnen in ihrem Leid beisteht. Gerade von einer evangelischen Pfarrerin hätte ich das erwartet.

Daraufhin brach der Kontakt allerdings ab. Man warf mir einen inquisitorischen Tonfall vor. Ich wandte mich daher zusätzlich an die Pressestelle. Diese wollte zunächst wissen, wer ich bin und wo ich publiziere. Daraufhin schickte ich ihnen die Links zu meinen Socialmedia-Profilen. Als sie merkten, woher der Wind wehte, verbaten sie sich jede weitere Kontaktaufnahme. Sollte ich sie doch noch einmal kontaktieren, so würden sie wegen meiner homophoben Äußerungen Strafanzeige erstatten. Natürlich war dies eine hohle Drohung, um mich einzuschüchtern – eine homophobe Äußerung habe ich sowieso nie getätigt. Ich hatte mich lediglich einmal kritisch dazu geäußert, dass im Radio Werbung für Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern gemacht wurde.

Dieses intransparente Gebahren der Pressestelle spricht Bände. Ich persönlich schlussfolgere aus diesem Verhalten, dass die Hinterbliebenen tatsächlich nicht von der Gruppe besucht wurden. Das wäre ein ausgemachter Skandal. Die schwarze Opfer-Rhetorik führt scheinbar soweit, dass sogar erwachsene Vertreter der evangelischen Kirche einen verurteilten schwarzen Mörder über das weiße Opfer stellen. Naja, der Mörder ist schließlich schwarz, und das Opfer ist weiß. Im strammlinken Narrativ kann es diese Konstellation gar nicht geben – Schwarze sind immer die Opfer. Das, allerdings, ist in Wahrheit Rassismus der übelsten Sorte. Nicht, was jemand getan hat, zählt, sondern allein die Hautfarbe entscheidet darüber, wie man jemanden sieht.

***

Zum Abschluss eine Bitte: Es würde mich außerordentlich freuen, wenn meine Anfrage an die Pressestelle der evangelischen Kirche noch einmal von Journalisten größerer Zeitungen wiederholt gestellt würde.

Eine Programmbeschwerde an den SWR3 wurde bereits vor fast 4 Wochen eingereicht, jedoch hat sich bisher nichts getan.

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Auf YouTube habe ich über den Fall schon am 15. Mai berichtet (das Video ist inzwischen leider nicht mehr verfügbar, weil ich meinen YouTube-Acccount geschlossen habe).

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5 Gedanken zu „Der SWR3 und die rassistische Täter-Opfer-Umkehr der Ev. Kirche Mannheim

    1. Ich fürchte, Sie gewinnen die Wette. Jedenfalls würde ich nicht dagegen wetten wollen.

      Kürzlich erhielt ich die Stellungnahme zu einer anderen Programmbeschwerde. Kurz gesagt: Man lässt nichts unversucht, um sich Kritiker mit rhetorischen Tricks und Pseudo-Argumenten vom Hals zu halten. Das wird bei mir leider nicht funktionieren. Bald werde ich nämlich einen ausführlichen Artikel dazu veröffentlichen, in welchem ich die “Argumentation” der Redaktion ausführlich auseinander nehme…

  1. ich wollte mal auf etwas aufmerksam machen, einen vergleich, der ist etliche jahre alt, aber so denke ich noch immer aktuell:
    frage: welche bevölkerungsgruppe in den USA hat pro kopf in welchem bundesstaat den höchsten schusswaffenbesitz? nein, es sind nicht schwarze oder latinos irgendwo, sondern die mormonen in utah (ich berufe mich hier auf eine doku des schweizer fernsehens). und das tolle daran ist, dass diese gewaffneten weißen die geringste kriminalität in den gesammten USA aufweisen.
    waffen allein verursachen keine verbrechen, lernt man daraus.
    aber irgendeine unkultur kann kriminalität verursachen.
    In den staaten sind es schwarze und latinos, in europa muslime und zigeuner.
    auch das ist statistik erwiesen. aber fantasten haben noch nie viel von realität gehalten. und von so´nem pack werden wir regiert.
    die sollten mal fürs geld arbeiten gehen; dann lernen diese spinner auch mal “bitte bitte” sagen.

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